Grillpfanne – damit Gegriltes perfekt wird

Ganz egal ob Steak, Bratwurst, Burger oder Gemüse – es schmeckt vom Grill einfach er besser. Also was tun, wenn die Grillsaison vorbei ist, man keine Möglichkeiten zum Grillen hat oder das Wetter einfach nicht mitspielt? Einfach drauf verzichten oder trotz frostigen Temperaturen den Grill anwerfen? Es geht auch wesentlich einfacher und das indem die Küche um eine Grillpfanne bereichert wird. Diese zeichnet sich im Vergleich zu anderen Bratpfannen durch ihre geriffelte Bratfläche aus und diese erzeugt beim Braten die typischen Grillstreifen. Durch die rechteckige Form eignet sich die Grillpfanne auch optimal, um große Stücke Fleisch oder mehrere Spieße zu braten – hier stoßen die runden Pfannen leicht an ihre Grenzen.

Des Weiteren können die Nahrungsmittel, die in einer Grillpfanne zubereitet werden auch besonders fettarm gegart werden. Das Fett oder Öl sammelt sich in den Rillen und kann nach dem Grillen problemlos abgegossen werden. Damit werden Fleisch und Gemüse außen schön kross und innen saftig.

Was ist eine Grillpfanne?

Das Essen, dass auf einem Grill zubereitet wird, schmeckt besonders aromatisch und ist zudem fettärmer zubereitet, als beim Braten in einer normalen Bratpfanne. Die Grillpfannen ahmen das Grillen nach, wenn es um den Geschmack geht, jedoch ohne Rauchgeschmack. Das besondere an den Grillpfannen ist die Bratfläche, denn diese ist nicht eben und flach wie bei den normalen Bratpfannen, sondern es gibt parallel laufende Erhebungen – das sogenannte Grillprofil. Das Fett sammelt sich beim Braten in den Rillen und das Gemüse oder das Fleisch liegt nur auf den Erhebungen auf. Durch die konzentrierte Hitze, die dort herrscht, entstehen Streifen, die an das Muster erinnern, welches bei der Zubereitung auf dem Grill entsteht. Somit steht dem BBQ in der Küche nichts mehr im Wege.

Die Grillpfannen verdanken dem Grillgut ihre rechteckige Form, denn ein Steak hat ein eher längliches Format und dadurch bietet eine normale runde Pfanne kaum Platz für zwei Grillstücke. Aber auch Spieße passen sehr gut in die Pfannen. Allerdings hat die Form auch einen Nachteil: Diese Pfannen nehmen beim Verstauen in der Küche mehr Platz weg. Zudem kann es vorkommen, dass durch die runden Herdplatten die Wärmeverteilung in der Pfanne nicht zu 100 % gleichmäßig ist.

Die Vor- und Nachteile der Grillpfannen

              Die Vorteile                      Die Nachteile
ü  Sehr gut geeignet für Grillgut wie Würstchen, Steak, Fisch und Co. ·      Die unbeschichteten Pfannen sind eher ungeeignet für panierte Speisen
ü  Grillstreifen wie vom Grill ·      Kein Raucharoma
ü  Das Grillgut wird außen schön braun und bleibt innen saftig
ü  Eine fettarme Zubereitung ist möglich

Die Materialien der Grillpfannen

Aluminium

Diese Grillpfannen zeichnen sich besonders durch ihre Leichtigkeit aus. Grundsätzlich werden Alu oder Aluguss beschichtet – entweder mit Keramik oder mit PTFE-haltigen Beschichtungen wie bspw. Teflon. Von dem Material wird die Wärme sehr gut geleitet, nur Kupfer leitet besser, wobei Aluminium günstiger ist als Kupfer. Die Pfannen erhitzen aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit sehr schnell und das erspart ein energiesparendes Braten. Allerdings speichert das Material die Wärme nicht sehr lange. Wenn es um das punktgenaue Braten geht, dann eignet sich Aluminium oder Aluguss hervorragend. Jedoch gibt es auch Nachteile: Beim Erhitzen dehnt sich das Material stark aus und zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen. Die Folge ist, dass der Boden sich verziehen und wellig werden kann. Zudem ist bei den PTFE-beschichteten Pfannen darauf zu achten, dass diese nicht über 230 Grad Celsius erhitzt werden dürfen.

Edelstahl

Diese Grillpfannen sind wesentlich schwerer als die aus Aluminium, sind aber auch haltbarer. Edelstahlpfannen können beschichtet sein, müssen es aber nicht. Dazu kommt, dass sich die Edelstahl-Grillpfannen sich nur sehr langsam erhitzen und daher verfügen sie häufig über einen Sandwichboden mit Kupferkern, durch den die Wärmeleitfähigkeit erhöht wird. Sollte die Wahl auf eine Grillpfanne fallen die unbeschichtet ist, hält diese auch hohen Temperaturen stand und das, ohne sich zu verziehen. Dazu kommt, dass diese Modelle die Wärme sehr gut speichern und sie nur langsam wieder abgeben – aus diesem Grund sind sie auch dafür geeignet Soßen zu kochen.

Eisen und Gusseisen

Für die Fans von Grillaromen sind die Grillpfannen aus Eisen oder Gusseisen die erste Wahl. Zwar wiegen diese Modelle bis zu 4 kg und sind daher nicht für das einhändige Schwenken geeignet, aber dafuer werden sie für viele ihrer Eigenschaften geschätzt. Allerdings benötigen die Gusseisenpfannen wesentlich mehr Zeit, um sich zu erwärmen, aber halten auch deutlich höheren Temperaturen stand. Sie gelten als hervorragende Wärmespeicher und bleiben lange heiß, auch wenn der Herd ausgeschaltet ist. Damit sind diese Grillpfannen besonders energiesparend, wenn eine Speise länger ziehen muss. So wird bspw. ein Steak nur scharf angebraten und wandert dann bei einer niedrigen Temperatur in den Ofen (max. 80 Grad Celsius) zum Weitergaren. Da der Griff bei den meisten dieser Modelle ebenfalls aus Eisen oder Gusseisen besteht, sind diese Grillpfannen problemlos für den Backofen geeignet. Auch Induktion ist für diese Pfannen in der Regel kein Problem. Auch wenn eine gusseiserne Grillpfanne als unempfindlich gilt, so sollte dennoch auf die richtige Pflege geachtet werden.

Kupferpfannen

Diese sind im Vergleich zu den anderen Materialien unverhältnismäßig teuer und dennoch schwören die Profis auf diese Grillpfannen. Denn ihre Wärmeleitfähigkeit ist besonders gut und damit ist ein punktgenaues Kochen kein Problem. Allerdings ist Kupfer bei den Grillpfannen sehr selten anzutreffen.

Bekannte Hersteller von Grillpfannen

Le Creuset     Silit       Tefal     Krüger     Ballarini     WMF     Berndes     Gastrolux Zwilling     Landmann       AMT       BEKA       GSW       Fissler     Rohe             Skeppshult       Staub         Woll

Die Handhabung und Reinigung von Grillpfannen

Bei der Handhabung sind die Grillpfannen aus Aluminium leichter als die aus gusseisern, wobei der Griff bei vielen Modellen aus Kunststoff besteht und damit nicht backofengeeignet ist. Die meisten der gusseisernen Modelle hingegen haben einen Griff aus demselben Material. Beim braten können diese Griffe somit nur mit einem Tuch oder einem Handschuh angefasst werden, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Dafür sind diese Grillpfannen jedoch backofengeeignet – das heißt, es ist möglich, die komplette Pfanne in den Ofen zu stellen.

Aber die beste Grillpfanne kann nur dann das halten, was sie verspricht, wenn sie gut gepflegt wird. Die Grillpfannen mit Antihaftbeschichtung sind leicht zu reinigen und dafür wird lediglich warmes Wasser, etwas Spülmittel und ein weicher Schwamm benötigt. Wurde etwas ohne der Zugabe von Fett gebraten, dann genügt auch es auch, die Pfanne einfach mit einem Stück Küchenpapier auszuwischen.

Die Pflege der Gusseisenpfannen ist jedoch etwas aufwändiger. Häufige Probleme sind hier Rost und eine schlechte Antihaftwirkung. Allerdings kann dem mit einem Trick entgegengewirkt werden: Vor dem ersten Nutzung muss das sogenannte „Einbrennen“ vorgenommen werden. Durch diesen Prozess wird die Grillpfanne mit einer dünnen, haltbaren Schicht Öl überzogen, der sie vor Rost schützt. Diese Schicht wird mit jedem Bratvorgang dichter und es bildet sich eine Patina, die eine natürliche Antihaftwirkung aufweist. Damit diese jedoch erhalten bleibt, darf die Grillpfanne keinesfalls mit Spülmittel gereinigt werden, sondern nur mit warmen Wasser. Sollten die Oberfläche der Grillpfanne matt wirken, dann sollten die Reste der Patina mit Spülmittel entfernt werden und dann erneut „eingebrannt“ werden.